Matthias Bernauer - Freiburg im Breisgau
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Daten zum Ersten und Zweiten Weltkrieg 26.04.1925 - 05.03.1933



  • 26.04.1925 Wahl des neuen Staatsoberhauptes (im 2. Wahlgang): Generalfeldmarschall Hindenburg wird Reichspräsident
    => Entsetzen im Ausland, da dieser das alte, kaiserliche Deutschland repräsentierte und im Krieg als Chef der
    Obersten Heeresleitung für die deutsche Kriegführung verantwortlich war

  • 16.10.1925 Im Vertrag von Locarno erklärt Außenminister Sresemann die Unverletzlichkeit der belgischen und
    französischen Grenze und verzichtet endgültig auf Elsaß-Lothringen

  • Sep. 1926 Als Gegenzug wird der Versailler Vertrag gelockert und Deutschland in den Völkerbund aufgenommen

  • April 1926 Berliner Freundschafts- und Neutralitätsvertrag der Sowjetunion

  • 20.05.1928 4. Reichtagswahl => Linksrutsch (SPD), viele Splitterparteien => keine tragfähige Mehrheit
    => erschwerte Regierungspolitik

  • 27.08.1928 Stresemann unterzeichnet den Kellogg-Pakt zur Ächtung des Krieges in Paris

  • 03.10.1929 Tod des Außenministers und ehemaligen Reichskanzler Stresemann

  • 24.10.1929 Auslösung der Weltwirtschaftskrise in den USA durch Kurssturz an der New Yorker Börse => Amerika
    fordert kurzfristige Kredite zurück, durch die sich Deutschland seinen Wirtschaftsaufschwung leistete
    => Weltwirtschaftskrise hielt auch in Deutschland bis zum Jahre 1934 an => Arbeitslosigkeit (6,1 Mio.)

  • 1930 Die Alliierten räumen vorzeitig – vier Jahre vor der ursprünglichen Frist – das besetzte Rheinland

  • 14.09.1930 5. Reichtagswahl, nachdem Reichspräsident Hindenburg diesen nach einer schweren Regierungskrise auflöste
    => Emporschnellen der NSDAP; Brüning (Zentrum) wird Reichskanzler

  • ab Okt.´30 Brüning ist praktisch nur noch Berater Hindenburgs, der durch Notverordnungen nun selbst regiert, nachdem
    ihn Brüning öfter bitten musste auf Grund keiner verläßlichen Mehrheit im Reichstag seine Gesetzesvorlagen
    als Notverordnung um Gesetz zu erklären (® Präsidialkabinett; autoritär regierter Notverordnungsstaat)

  • Ende 1930 Politischer Terror auf der Straße: sozialdemokratische „Eiserne Front“ und kommunistische Kampftrupps
    kämpfen gegen nationalistische Schlägertrupps => Verbot der nationalistischen SA und SS ohne Auswirkung

  • 10.04.1932 Neuwahl des Staatsoberhauptes (Reichtagspräsidentenwahl):
    Hindenburg kann sich nur schwer gegen seinen stärksten Konkurrenten Hitler durchsetzen (2 Wahlgänge)

  • April 1932 Starke Zugewinne der NSDAP bei Landtagswahlen => ohne sie ist die politische Arbeit nicht mehr möglich
    => Blockade durch NSDAP => Hindenburg setzt von Papen als Reichskanzler ein und beauftragt ihn mit
    der Bildung einer neuen Regierung, die überwiegend aus konservativen Adligen ohne Parteibindung besteht.
    Die Regierung hebt das Verbot der NS-Kampfverbände auf => Verstärkung der politischen Gewalt

  • 31.07.1932 6. Reichtagswahl => Rechtsrutsch => Wahlsieger ist die NSDAP (37,8%) => Hitler verlangt seine
    Ernennung zum Reichskanzler, die von Hindenburg abgelehnt wird

  • Juli 1932 Deutschland erreicht Streichung der Reparationen

  • 06.11.1932 7. Reichtagswahl auf Grund von Mißtrauensanträgen der KPD und SPD => von Papen wird erneut als
    Kanzler abgelehnt, woraufhin Hindenburg den parteilosen General Schleicher als Kanzler einsetzt

  • 30.01.1933 Hitler wird von Hindenburg zum Reichskanzler ernannt, nachdem Schleicher zurückgetreten ist
    (Seit 1929 als Hindenburg mit dem Notstandsparagraphen das demokratisch gewählte Parlament auflöste,
    setzte er Müller (SPD), Brüning (Z), von Papen (Großgrundbesitzer) und von Schleicher (Reichswehr) als
    Kanzler ein; doch keiner von ihnen konnte die Weltwirtschaftskrise lösen)

  • ab 1933 – Senkung der Arbeitslosigkeit durch staatliche Bauaufträge zur Modernisierung der Infrastruktur, Rüstungs-
    industie und Abschaffung des „Doppelverdienertums“ (viele Frauen mussten Beruf aufgeben) unter
    Aufnahme ungeheurer Schulden und Kriegsversprechen an die Großindustrie
    – Das „Führerprinzip“ setzt sich auch in der Wirtschafts- und Arbeitswelt durch; die „Gefolgschaft“ hatte

                  1. kaum noch Mitspracherechte
                    – Die Absicht der Regierung sich von ausländischen Rohstoffen unabhängig zu machen (Autarkiepolitik),
                    begründete die Zusammenarbeit mit den Konzernen, die Ersatzstoffe herstellen sollten.
                    – Ergreifung sozialpolitischer Maßnahmen der NSDAP, wodurch das Vertrauen der Frauen gewonnen wurde
                    – Ministerium für Volksaufklärung und Propaganda wird eingerichtet um die Bevölkerung zu beeinflussen;
                    Goebbels legt die öffentliche Meinung und Denkweise durch Massendemonstrationen und Radio fest
                    => Führer-Kult => Alltägliches Leben wird von der Partei beaufsichtigt => Erfassung, Gleichschaltung,
                    Ausrichtung auf Volksgemeinschaft (Gemeinnutz geht vor Eigennutz) => Denunziation => Verfolgung
                    => Schutzhaft (vor dem Zorn der Gemeinschaft) => Konzentrationslager => Willkür der Bewacher
                    => Emigration => Deutschland verliert berühmte und bedeutende Wissenschaftler bzw. Geistesgrößen
                    – Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums (jüdische Beamten werden entlassen)

  • 27.02.1933 Reichstagsbrand dient zum Vorwand die KPD zu verbieten
    => Verfassungsartikel, der die bürgerliche Freiheit garantiert, wird per Notverordnung außer Kraft gesetzt
    => Dimitrov entlarvt Göring und die NSDAP als Urheber des Terrors

  • 05.03.1933 Reichtagswahl: Trotz Terrorwahl erhält die NSDAP mit 43,9% immer noch keine Mehrheit


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