Matthias Bernauer - Freiburg im Breisgau
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Konsequenzen der Bilanzierung


Maßnahmen, die nur wegen ihrer Auswirkungen auf die Bilanz getätigt werden
d.h. nur weil es die Bilanz gibt, sonst würden die Maßnahmen nicht ergriffen werden

  • gewillkürtes Betriebsvermögen: Vermögen dass nicht eindeutig dem Betrieb oder der Privatperson zugeordnet werden kann, z.B. Grundstücke (als Sicherheit), KFZ, Wertpapiere, ...
    - eindeutiges Privatvermögen : Wohnzimmer ist kein Büro, ...
    - eindeutiges Betriebvermögen : Kran, Baumaschinen, ...
    Beeinflussung des auszuweisenden Gewinnes. Wertpapiere verlustreich, dann am besten Betriebsvermögen. Bei Gewinnen am besten Privatvermögen.

  • Transaktionen in Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern
    z.B. erhöhen Banken ihren Leistungsidikator, die Bilanzsumme, gerne dadurch, dass sie Mittelmann/Kunden A Geld leihen, dadurch Ihre Forderungen steigen, dieser Kunde das Geld bei einer Bank B anlegt, die es widerum bei der urspr. Bank anlegt.
    z.B. Pensionsgeschäfte

  • Verkauf von AV oder UV, z.B. Sale and lease back

  • Verkauf von Wirtschaftsgütern mit Rücknahmeverpflichtungen zum Buchwert (kein Gewinn)

  • Abdeckung von Kontokorrentkrediten am Bilanzstichtag, damit die Schulden nicht als Dauerschulden (Zinsen daraus zählen hälftig zum Gewinn) gelten

  • Umschichtung von AV zu UV um gewisse Kennzahlen, wie Anlagenintensität u.a. zu optimieren
    obwohl der Vorgang ohne Bilanz sinnlos wäre. Wer kann prüfen, ob ein Gegenstand für ein Jahr oder länger verbleiben soll? Großer Spielraum durch geeignete Begr. (Wertpapiere!)

  • nicht benötigte Kredite werde kurz vor dem Bilanzstichtag aufgenommen, um Liquiditätskenn-zahlen zu optimieren, von denen Banken die Entscheidung abhängig machen.
    z.B. Liquiditätsgrad I = Kasse / kfr. Verb. = 100.000/1.000.000 = 1/10
    Nach Kreditaufnahme von 200.000 erhalten wir einen LI1=300.000/1.200.000=1/4

  • Einbringung eines selbsterstellten Gegenstandes (eigentlich Aktivierungsverbot!!) in eine Sachgründung (z.B. Tochterfirma, jedoch Nicht-Kapitalgesellschaft!). --> Aktivierung der Beteiligung und damit auch teilweise des selbsterstellt Gutes.

  • Verluste §10 EStG

    • auf neue Rechnung vortragen: heutiger Verlust wird mir erwarteten Megagewinnen des nächsten Jahres verrechnet/kompensiert.

    • Verlustrückstrag (max. 511T€ pro Person) dürfen die Verluste mit den Gewinn des Vorjahres verrechnet werden > bereits gezahlte Steuer auf den Gewinn erhalten wir zurück
      tragisch für den Finanzminister



Maßnahmen, die wegen ihrer Auswirkungen auf die Bilanz überdacht werden

  • Wahl der Rechtsform --> hat Auswirkung auf die Bilanzierungsvorschriften, z.B. haben
    Nicht-Kapitalgesellschaften mehr Bewertungsfreiräume

  • Aufnahme von Gesellschaftern

  • Wahl des Bilanzstichtages, so dass Bewertungsprobleme möglichst gering sind.
    z.B. ist der 30.September typisch für Landwirte, da dann ihre Ernte am einfachsten zu bewerten ist, da diese bereits in Geld transferiert wurde.

  • Legung des Rumpfgeschäftsjahres (erstes Jahr < 12Monate)

  • Zeitpunkt der Bilanzerstellung, da man gem. dem Wertaufholungsgebot weitere Informationen beifügen muss/darf, je länger man wartet

  • Investitionszeitpunkt: Vorziehen in das akt. Geschäftsjahr oder Verschieben in das Nächste?
    Wann ist der Aufwand am ehesten willkommen? Verlängert der Fiskus für künftige Investitionen die AfA-Nutzungsdauer, wird man noch jetzt investieren (nicht zusätzlich, sondern vorgezogen)

  • Maßnahmen zur betrieblichen Altersvorsorgung, Pensionskassen

  • Direktversicherung, Unterstützungskassen

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