Matthias Bernauer - Freiburg im Breisgau
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Bilanzierungsgebote und -prinzipien


  • Vollständigkeitsgebot
    gem. §246 HGB sind grundsätzlich alle VG, Bestände, Aufwendungen, Erträge, Schulden, RAP aufzuführen. EK wurde vom Gesetzgeber vergessen --> GoB: Angabe des EK
    Im HGB sind diese Begriffe jedoch nicht definiert --> Berücksichtigung der GoB'S
    Relativierung dieses Gebotes durch Erweiterung „... soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt“


  • Brutto-Prinzip / Verrechnungs-/Saldierungsverbot
    Ausnahmen:

    • kleine Kapitalgesellschaften und Kreditinstitute dürfen gewisse GuV-Posten (GKV: Rohergebnis=Umsatzerlöse-Materialaufwand, UKV: Rohergebnis = Umsatzerlöse Herstellkosten + sonst. betr. Erträge) saldieren

    • 'erhaltene Anzahlungen' und 'Vorräte' darf nach §268 offen verrechnet werden
      Dadurch wird die Bilanzsumme gekürzt und der FK-Anteil zu gering dargestellt.


  • Inhalt der Beständebilanz / Mindestgliederung / Detailierung / gesonderte Ausweisung
    AV, UV, EK, Schulden und RAP sind 'hinreichend' aufzugliedern
    Für das AV ist nicht unbedingt das zeitliche Kriterium (>1Jahr) sondern die Zweckbestimmung am Bilanzstichtag ausschlaggebend

  • SmR: aus Steuerzwecken (Maßgeblichkeit) für die SB gedachte Passivierungswahlrecht dürfen auch in der HB gebildet werden (Wahlrecht) und gelten dann als Sonderposten mit Rücklagenanteil (gesonderter Ausweis als SmR) --> Relativierung des Vollständigkeitsgebotes


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