Matthias Bernauer - Freiburg im Breisgau
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Produktionssteuerung (1)


Produktionssteuerung


Definition: Sie umfasst die Vorbereitung, Steuerung und überwachung (Kontrolle) der Fertigung

Fertigungsvorbereitung: Sie dient der zur Gewährleistung einer geordneten Produktion, wobei die im Folgenden aufgelisteten organisatorische Hilfsmittel zum Einsatz kommen:
  • Stückliste
    Dies ist ein Verzeichnis aller Einzelteile und Baugruppen (Komponenten) eines Erzeugnisses mit Angabe von Teilebezeichnung und Menge
    • Mengenübersichtsstückliste
      Sie ist unstrukturierte und enthält Angaben über Mengen und Gegenstände, s.d. die Mengenübersichtsliste besonders für einfache Erzeugnisse geeignet ist
    • Fertigungsstufenstücklisten
      Sie ist ein strukturiertes nach den benötigten Komponenten der jeweiligen Fertigungsstufe aufgelöstes Verzeichnis und stellt den fertigungstechnischen Aufbau dar.
      • Unterfall: Baukastenstückliste nach Baukastenprinzip
      • Teileverwendungsnachweise TVN
        Sie geben Auskunft darüber, in welchen Baugruppen oder Erzeugnissen best. Teile bzw. Bauteile (Bauelemente) vorkommen
      • Gozinto-Graph („that part goes into“ - „das Teil, das in das Produkt eingeht“)
        Definition: Grafische Darstellung des Fertigungs- bzw. Baustufenzusammenhangs
        Kreise-Bez.: E Erzeugnisse B Baugruppen T Teile x Mengeneinh.
        (x: Ziffern an Pfeilen geben die in ein anderes Produkt eingeh. Mengen an)
        Berechnung: Gesamtbetrag je Erzeugnis = Primärbedarf + Sekundärbedarf
        Begriffe:
        • Primärbedarf
          Bedarfsmenge der übergeordneten (herzustellenden) E
        • Sekundärbedarf
          Sich durch Multiplikation von der Bedarfsmenge übergeordneter Elemente mit der in diese eingehende Menge ergebende Bedarfsmenge an Bauteilen
      • Beispiel: Es sind zwei Einheiten E6 und zehn Einheiten E7 herzustellen, wobei folgende Daten über Teile- sowie Baugruppenverwendung vorliegen.
        Fünf sich im Lager befindenden Einheiten der Baugruppe 4 werden für Produktion zusätzlich eingesetzt
        T1 = 2 x E6 + 1 x B5 B4 = 1 x E6 + 2 x E7
        T2 = 1 x B5 + 1 x B4 5 x E7 (Lager)
        T3 = 1 x B5 + 2 x E7 B5 = 1 x E6 + 2 x E7
        GozintoGraf: Bei der Ermittlung des Gesamtbedarfs wird von oben begonnen
        Berechnung: Primärbedarf 2 x E6 + 10 x E7
        Sekundärbedarf
          B4 = (2 x 1) + (10 x 2 + 5) = 27
          B5 = (2 x 1) + (10 x 2) = 22
          T1 = (2 x 2) + (22 x 1) = 26
          T2 = (22 x 1) + (27 x 1) 5 = 44
          T3 = (22 x 1) + (10 x 2) = 42
        Ergebnis: Laut Analyse beträgt der jeweils in Einheiten angegebene Gesamtbedarf
        2 E6 + 10 E7 + 27 B4 + 22 B5 + 26 T1 + 44 T2 + 42 T3

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