Matthias Bernauer - Freiburg im Breisgau
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Produktions- und Kostentheorie


Produktion

Unter Produktion versteht man die Erstellung von Leistungen durch Kombination verschiedener Einsatzfaktoren, die als Produktionsfaktoren bezeichnet werden.


Input --> Produktionsfaktoren

Output --> Produkte (Sachgüter, Dienstleistungen)



Gegenstand der Produktionstheorie (Ziel: Gewinnmaximierung)


      • Erklärung und Beschreibung von Wirkungszusammenhängen innerhalb des Produktionssystems

--> Aussagen über Input-Output-Beziehungen

• Menge an Produktionsfaktoren

--> Menge der erstellten Leistung

(Mengen müssen messbar sein [Problem bei Arbeitsleistung])

• Einflussfaktoren des Faktorverbrauchs aufzeigen

--> Gewinnmaximierung



Kosten

Als Kosten bezeichnet man dabei den leistungsbedingten und bewerteten Güterverkehr zur Erstellung von Leistungen.

Gegenstand der Kostentheorie (Ziel: Kostenminimierung)

• Bewertung der Input-Faktoren (Was kostet mich der Input) und Gegenüberstellung des mengenmässigen Outputs

• Kosteneinflussgrössen identifizieren

            o mittelbare Kosteneinflussgrössen: können vom Unternehmen beeinflusst werden z.B. Einsatzzeiten von Maschinen
            o unmittelbare Kosteneinflussgrössen: nicht beeinflussbar z.B. Faktorpreise (öl)
      • Kostenfunktion formulieren (d.h. Abhängigkeit der Kosten von Kosteneinflussgrössen)


Kosten --> Minimieren



Produktionsfaktoren

Produktionsfaktoren sind Güter, die entgeltlich erworben werden müssen, um sie in der Produktion einsetzen zu können.

Beziehung zwischen Produktionsfaktoren und Ausbringungsmenge ( Outputmenge)

Limitationalität:

Bem: [Die Inputmengen stehen in einer Beziehung zur Outputmenge (Tisch benötigt mindestens 4 Beine und eine Platte --> 3 Beine sind irrelevant)]

Die Einsatzmenge der Produktionsfaktoren stehen in einem technisch bestimmten Einsatzverhältnis zur Ausbringungsmenge

Substitutionalität:

Keine feste Relation zwischen Output und Faktoreinsatzmengen ; Die Produktionsfaktoren können untereinander ausgetauscht werden. (Beispiel: Pulli egal ob aus 10 % oder 20 % Baumwolle oder Polyester)

Homogenität:

bei Multiplikation aller Inputfaktoren mit einem Faktor λ nimmt der Funktionswert (Ausbringungsmenge) den -fachen Wert an. yλ

--> „homogen vom grad y“

      - linear - homogen: y = 1
      - unterlinear homogen y < 1
      - überlinear homogen y > 1


Produktionsfunktion

Menge Input --> Menge Output



      - gegebene Bodenfläche
      - variabel: Saatgut und Dünger (r1 und r2)


      - Produktionsdauer ist fest vorgegeben
      - Produktionsfaktoren sind beliebig teilbar
      - Produktionsfaktoren peripher substituierbar (für eine gegebene Produktionsmenge ist es nicht möglich, einen Produktionsfaktor völlig zu verdrängen.


      - Produktionsfaktoren sind homogen


Ertragsgebirge

n Inputfaktor --> n + 1 Dimensionen

Horizontaler Schnitt:

horizontaler Schnitt durch das Ertragsdiagramm

      - Schnitt erfolgt parallel zur r1, r2 Ebene
      - Ausbringungsmenge bleibt konstant x


Isoquante:

Eine Isoquante ist der geometrische Ort aller Faktorkombinationen, die zur selben Ausbringungsmenge führt.

      - „Höhenlinie“ im Ertragsgebirge
      - zwischen B und M können auf der Kurve x die Faktorenarten r1 und r2 teilweise gegeneinander ausgetauscht werden, indem ein verringerter Einsatz der Faktorart durch den vermehrten Einsatz der anderen Faktorart ausgeglichen wird.

--> periphere Substitution


      - Substitution ist nur in Substitutionsfeld effizient ( O U1U2 )
      - Je näher die Isoquante am Ursprung liegt --> geringere Produktionsmenge


Vertikaler Schnitt:

paralleler Schnitt zur x,r1-Ebene , x,r2-Ebene

konstant: der andere Produktionsfaktor



Grenzertragskurve

      • das partielle Grenzprodukt gibt an, um wieviel sich die gesamte Ausbringungsmenge erhöht, wenn man die Einsatzmenge eines Faktors um drn verändert.
      • Produktionsfaktor wird partiell zum zu verändernden Faktor abgeleitet und mit der Einsatzmengenveränderung drn multipliziert
      • graphisch: Steigung der Tangente


--> Hochpunkt der Grenzertragskurve im Wendepunkt der Ertragskurve


      • Grenzertragskurve schneidet Durchschnittsertragskurve im Maximum des Durchschnittsertrag




Die Phasen der Produktionsfunktion

      • Ende Phase 1 --> Maximum Grenzertrag

      • Der Start von Phase 2 ist im Wendepunkt des Gesamtertrags

      • Das Ende ist im Maximum der Durchschnittsertrags-Kurve

      • Das Ende der 3. Phase zeigt sich im Maximum des Grenzertrags

      • Grenzerträge sind negativ, die Grenzertragskurve, sowie die Gesamtertrags-Kurve fallen





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