Matthias Bernauer - Freiburg im Breisgau
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Leistungsbeurteilung


Eindeutige Leistungsbeurteilung in der Realität jedoch nicht möglich.
Von der Leistung des AN lässt sich nicht auf seine Qualifikation folgern!
X(e,s) = Mitarbeiter(Anstrengung, Zufallseinflüsse/Unsicherheit) --> Rückschlussproblem x => e
da mit Hotelmanager(viel Anstrengung, Flutwelle) oder großem Glück s (Casino/hochriskante Projekte, da sonst Insolvenz eh unausweichlich) auch großer Erfolg X möglich.
=> leistungsabhängige Entlohnung schwierig, da selten gut messbar/vor Gericht gut belegbar


Leistungsindikatoren

  • in der deutschen Praxis oft das Betriebsergebnis E = periodisierte Leistungen L Kosten K
    warum gefährlich?

    • Wurde L und K auf das eingesetzte Kapital korrigiert, oder nicht? Kalkulatorische EK-Kosten sollten angesetzt werden

    • Leistungsbeurteilung des Managers am Betriebsergebnis führen zu negativen Investitions anreizen, z.B. keine Ausbildung, da diese Kosten verursacht, ihre Wirkung aber erst später entfaltet
      --> kurzsichtige Investitionspolitik, d.h. keine Werbung, Investitionsvermeidung, keine F&E
      --> schädigt das Unternehmen

    • Beteiligung am Marktwert = (Bösenkurs x Anteile) des Unternehmens (externe Daten)
      verleitet Manager Verluste zu verleugnen und zu betrügen, z.B. Worldcom hat 40Mrd Ausgaben nicht in der Bilanz angegeben. Beim Ersatz des Kupfernetzes durch Glasfaser wurde durch den Financial Cord zugestimmt, 80% als Leistungserweiterung zu aktivieren, d.h. es steigerte zu Unrecht den Wert des Unternehmens. Nach HGB gilt die strikt als Instandhaltungskosten. Dies wurde sofort für andere Gebiete ebenfalls ausgenutzt.

      • Erfinden von Umsätzen, falsche Quittungen, z.B. imaginär verkaufe Maschinen

      • Verschleiern von Aufwendungen

      • Börsenkurse und somit Managerentlohnung steigen mit der Inflationsrate.

      • Zufallsschwankungen

      • Marktwert hat nicht zwangsläufig mit Leistung des Managers zu tun

      • Leistungsmaß plausibel aber nicht perfekt (ein solches gibt es auch nicht)

    • empirisch: subjektive Beurteilungskomponenten werden wichtiger, sind jedoch nicht kontrollierbar und durch Beziehungen beeinflussbar

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