Matthias Bernauer - Freiburg im Breisgau
      Start > Skript-Sammlung > BWL - Personalwesen ... > Kündigung >>







Kündigung


Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Definition : Eine Kündigung ist eine einseitige, empfangsbedürftige Willenserklärung, die das
Arbeitsverhältnis von einem bestimmten Zeitpunkt an aufhebt.

Form : Sie ist bei fehlender vertraglicher Vereinbarung formfrei

Kündigungsgründe :

  1. betriebsbedingte Gründe
    1. Betriebsschließung
    2. Arbeitsmangel
  2. verhaltensbedingte Gründe (in der Person liegende Gründe)
    1. Schlecht- bzw. Nichtleistung
    2. Alkohol am Arbeitsplatz
    3. Unpünktlichkeit

Arten der Kündigung :

  1. ordentliche / gesetzliche Kündigung §622, BGB
    fristgemäß, d.h. unter Beachtung der gesetzlichen Kündigungsfrist
  2. außerordentliche Kündigung §626, BGB
    fristlos ohne Beachtung einer Kündigungsfrist (nur aus wichtigem Grund)

Sozialwidrige Kündigung:
Die Erfordernis der sozial gerechtfertigten Kündigung wird vor Gericht überprüft
Bei der Kündigung sind soziale Gesichtspunkte zu berücksichtigen:
Alter
Dauer der Betriebszugehörigkeit
Familienstand



Varianten: Rentenalter, Entlassung durch den AG, Abwerbung, Tod oder Invalidität
Lerneffekte nun unwahrscheinlich, mit Ausnahme des Signalcharakters der Entlassung

Soll ein AG, der AN entlässt, diesem noch helfen? Sog. Outplacement
Entlassungen sollen eigentlich immer Signalcharakter haben


  1. ineffiziente Kündigung (Standardfall, befri. Beschäftigungsverhältnis)
    Allein der AG kennt (privat Info des AG) die Daten (z.B. Produktivität) des AN. Eine ineffiziente Kündigung liegt vor, wenn der AN trotz vorhandener Produktivität selbst kündigt. Eine ineffiziente Entlassung, wenn der AG den Fehler macht. AN sucht nach Alternativen.
    Die Außenoption ist eine private Info des AN.
    Personalpolitische Konsequenzen: Selbstbindung, indem freiwerdende Stellen sofort besetzt.

  • andere AG können darauf schließen, dass der AN wenig Qualität hat. (Informationseffekt)

  • zweifelhafte oder unfaire Entlassung (Kollegen können Grund nicht erahnen) --> andere Manager im Unternehmen verunsichert und lassen sich abwerben. (Vertrauensbruch)
    Vor allem fraglich bei Leuten mit betriebsspezifischen Qualifikation (die eigentlich für lange Verweildauer im Betrieb vorgesehen) --> gefährliches Instrument

  • AG und AN erfahren erst im Zeitablauf ob sie zueinander passen (Qualifikation wird bekannt)
    Wechsel ist dann sinnvoll, wenn die Außenoption w (Info liegt beim AN)> v (Info hat der Ag)
    AG entlässt in Absprache mit Aufsichts/Betriebsrat um Verdacht auf unfaire Entlassung zu verhindern
    --> leistungseinb. bei unternehmen

--> glaubhafer sanktionsmechanismus, der shirk. vermindert

--> zwei signale (qualität des AN und Opportunitätskosten des AG)
--> neg. Auswirkung auf andere Angestelle

  1. Lemon-Effekt:
    gegeben: ASIV zweier AG. Entlassung hat Negative Signalwirkung --> Stigmatisierung des AN
    Aus der Stilllegung des Betriebes kann nicht geschlossen werden, dass entlassenen AN schlecht qualifiziert sind. --> keine Informationsübertragung (Stilllegungseffekt)
    Die Einkommensperspektiven und Einstellungschancen von Entlassenen sind schlechter.
    In BRD Lemon-Effekt nicht anwendbar, da Kündigung nur unter sozialer Perspektive (Sozialauswahl) (Verheiratet, behinderte Kinder), d.h. keine Information der Entlassung über die Produktivität --> AN überlegen sich, wie sie zu Sozialpunkten kommen (AN lassen sich evtl. %ige Behinderung bei Krankheiten bescheinigen, um drohende Kündigung zu vermeiden)
    --> der AG ist durch Gesetze nicht frei in der Entlassungsreihenfolge
    Exisitiert eine Informationseffizienz des Arbeitsmarktes werden verborgenen Infos übertragen: Entlassung --> schlechte Qualität des AN, da aussortiert
    Stilllegung--> durchschnittlicher Qualität
    deplaces workers aus stillgelegten Betrieben finden schneller einen neuen Job und können höhere Gehälter erzielen.
    Personalpolitische Konsequenzen: Einstellende AG sollten Effekt überdenken

Google MSN Suche
<< Start | Studium | Poolmgr | Tanzen | GPG | Impressum >>
Matthias Bernauer