Matthias Bernauer - Freiburg im Breisgau
      Start > Skript-Sammlung > BWL - Grundlagen (Teil A) > Spieltheorie >>







Spieltheorie


Gefangenendilemma

2 Verdächtige in Einzelhaft. Beide gestehen nicht: (2,2) wegen minderem Verbrechen.
Beide gestehen: (3,3) da nur ein Jahr Ermäßigung. Einer gesteht: (1,4) Kronzeugenregel.
Bei (2,2) befindet sich das Nash-Gleichgewicht. Würde einer gestehen, gesteht der andere

ebenfalls sofort um den eigenen Nutzen zu maximieren und beide sitzen 3 Jahre.


  1. Statische Spielsituation: es wird nur einmal gespielt (3,3) (1,-1)
    mit Sanktionsmechanismus, z.B. erschießt Mafia Geständigen (-1,1) (-1,-1)

  2. dynamische Spielsituation: benötigt keinen Sanktionsmechanismus zur Kooperation
    beide Spieler kooperieren solange, wie der andere kooperiert

  3. endlich viele Wiederholungen
    Deflaktion ist von Anfang an die bessere Strategie, da im letzten Spiel garantiert beide deflaktieren, weil keine glaubhaften Sanktionen mehr existieren. Damit deflaktieren beide auch im vorausgehenden Spiel, so dass mittels Rückwärts-Induktion beide immer deflaktieren.
    Endspieleffekt: empirische Beobachtungen zeigen, dass die Spieler nur beschränkt rational handeln, da sie erst gegen Ende deflaktieren. Der teeth-and-teeth-Zahn-um-Zahn-Spieler bildet das menschliche Verhalten ab: Anfangs kooperieren beide, erst gegen Ende deflaktiert einer, was sofort mit Deflaktieren abgestraft wird. Kooperiert danach ein Spieler, wird dies ebenfalls mit Kooperation belohnt.
    Endspieleffekt: AN die aus dem Unternehmen aussteigen möchten, brechen am Ende die Zusammenarbeit ab --> Altersstruktur hat Einfluss.


2 Akteure arbeiten alleine: v(1), v(2)

Zusammenarbeit vorteilhaft, wenn v(1+2) > v(1) + v(2) und Verteilungsproblem bereits gelöst ist.

Kooperationsrente Δ = v(1+2) v(1) v(2) > 0

deflektieren = inkooperatives Verhalten


Zusammenarbeit (Kooperation) / Einfluss der einzelnen Akteure : J²p/JiJj

4 Ebenen

  • Determinanten (externe Vorgaben)
    z.B. ist die Aufgabe des Unternehmens mittelfristig vorgegeben. Auch die Infrastruktur, vorhandene Technik, Gesetze und andere Rahmenbedingungen,...
    Determinanten wirken auf Variablen

  • Variablen
    Formelle Ziele: Gewinnmaximierung
    Sachziele:


z.B. McDonalds

    • hoher Strukturierungsgrad
      genaue Inputs (Zutaten, Betriebsausstattung)
      genaue Outputs (Burger, Pommes, ...)
      genau definierte Transformationsprozesse (Rezepte)
      Die ganze Intelligenz ist in den Regeln des Betriebs -> Mitarbeiter brauchen kaum KnowHow
      schlaue Organisation und dumme Mitarbeiter

    • hohe Variabilität: deutliche Nachfrageschwankungen (Tagesverlauf) --> flexible Personal-planung (Pausenverbote in der Mittagszeit, etc.)

    • hohe Häufigkeit: AN1 macht nur Burger --> Lerneff., Wegfall von Rüstzeiten, Filialen ähnlich

    • hohe ähnlichkeit: da Organisation in allen Filialen ähnlich --> Zentralisierung -> Spezialisierungsvorteil


Google MSN Suche
<< Start | Studium | Poolmgr | Tanzen | GPG | Impressum >>
Matthias Bernauer