Matthias Bernauer - Freiburg im Breisgau
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Organisation

Unternehmen sind als kooperative Institutionen eine auf Dauer angelegte Formen der Zusammenarbeit mehrerer Akteure mit zumindest teilweise ähnlichen Interessen zur Realisation gemeinsamer Vorteile. (gem Prof. Bernd Schauenberg)

  • Aufgabe des Unternehmens: Lösen des Koorodinationsproblems, Zusammenarbeit, verfolgung der gemeinsamen Interessen, Realisierung des gemeinsamen Vorteils

  • Form offen, d.h. nicht zwangsläufig Hirarchi oder Zentralismus
    - ruhiger Markt --> bürokratische Form | nur in der Theorie
    - Kostenführerschaft --> strikte Hirarchie |
    - Technologieunternehmen --> partizipierende Form | empirisch nicht stimmit
    - Qualitätsführerschaft -> viel freiwillig --> Partizipation |
    empirisch: generell offen, überall anders, d.h. kein Determinismus

  • Mittel

    • Organisationsstrukturen

    • Verträge

    • Regeln und Normen

    • Ausbildung

    • Entlohnung

  • Funktionen/Ziele

    • Sicherung der Koordination

    • Sicherung der Kooperation

    • effiziente Informationsverarbeitung

    • Organisationsfehler:

      • zu träge Informationsverarbeitung


Probleme:

  • mehrere Akteure --> verteiltes Wissen/Information (Marketinabt. kennt Kundenbedürfnisse evtl. nicht, da Vertriebspersonal Extraabteilung) --> gute Organisationsstrukturen entscheidend

  • strategisches Verhalten
    z.B. trotz dezentraler Organisation Ja-Sager-Effekt: Trotz offener Form, weden nur Dinge weitergegeben, die vermutlich für Vorgesetzte wichtig sind und entscheidende Details vergessen > Verzerrung

  • strikt gegenläufige Interessen: Teilen des Gewinns. Jeder will den größten Teil.
    Free-Rider-Problem: Vergrößerung des eigenen Gewinnanteils zu Lasten des Gesamtgewinns

  • strikt gemeinsame Interessen: Vergrößern des Gesamtgewinns

  • Sicherung der Dauerhaftigkeit der Zusammenarbeit (Facharbeiter verbleiben 20Jahre im Unt.)


  • kooperative Spieltheorie: Verträge jederzeit möglich

  • nicht-kooperative Spieltheorie: nur ein Vertrag, typischerweise der Arbeitsvertrag


Transaktionskosten TAK

n = Anzahl abgewickelter Transaktionen

  • Unternehmen bestehen gerade deshalb, weil sie die TAK effizienter abwickeln können als der Markt.

  • Die optimale Unternehmensgröße liegt dort, wo die internen TAK gerade noch unter den externen liegen.


zweistufig

  • Prinzipal gestaltet Organisation --> Regeln --> beeinflusst Verhalten der Agenten unterschiedl. --> Agent muss diese antizipieren können --> Prognose für Auswirkung der Regeln wichtig


Interessen

zwei Leitbilder: totale Harmonie (alle ähnliche Interessen) <--> Marxismus (alle eigene Inter.)
Gefangenendilemma zeigt, dass Leute mit unterschiedl./eigenen Interessen denoch gemeinsame
Entscheidungen treffen können.
- Kooperations (Zusammenarbeit strikt gemeinsames Interesse) und Verteilungs-(Gewinnverteil-
ung strikt gegenläufige Interessen) lösen --> Verteilungsproblem neutralisieren
z.B. Regelung bereits im Gesellschaftervertrag
Tarifvertrag auf der Betriebsebene kein Verteilungsproblem da Friedenspflicht --> ungestörte
Zusammenarbeit
in Japan: AN verhandelt 2mal jährlich über Prämie (20% Lohnanteil des AN) --> Verhandlung
auf Betriebsebene, verschweigt der AG einfach Informationen um nicht zu hohe Prämien an
den AN zahlen zu müssen? Nein. Pflicht alles offen zu legen.

In der BRD evtl. durch CDU geplant einzuführen. Jedoch Zweifelhaft, da CDU Offenlegungs-
pflicht nicht vertritt --> Kontrolle?


Spieler b1 b2 Im Gleichgewicht hat keiner der Spieler den Anreiz, von der

A a1 2,2 0,0 aktuellen Position abzuweichen

a2 0,0 1,1

Gleichgewichte können bewertet werden (:=Effizienz)

a1:= A benutzt Linux - individuelle Effizienz: maximiere die Gleichgewichte/Nutzen
b1:= B benutz Linux - kollektive Effizienz: pareto-optimal

a2 := A benutzt Windows


Regeln

        • gleichzeitiges/sequentielles Ziehen

        • voll observierbar

        • Standards/Normen, z.B. dt. Spache, RechtsStraßenverkehr, Computerprotokolle


Problem der Gleichgewichtsauswahl: es existieren u.U. mehrere Gleichgewichte
Gleichgewicht u.U. nicht optimal

Koordinationsspiele:

Lösungsmöglichkeit: Regelung, Anweisung durch Zentrale (Hirarchie), Tradition (so
handeln, wie bisher üblich bei wiederholenden Spielen), Fokalpunkte, Sitten, Normen


Koordinationsprobleme

  • Shared Interests --> (a1,b1) bspw. 0,0 oder 1,1, d.h. Nutzen gleich groß
    •  asymmetrisch --> wie im obigen Beispiel
    • symmetrisch --> bspw. 1,1 anstatt 2,2

    • Mixed Interests

1, 0.9 0, 0 a1:=A geht in Kneipe (A geht lieber in die Kneipe
0, 0 0.9, 1 a2:=A geht ins Kino B lieber ins Kino)
--> wo treffen sich A und B?

  • FirstMoveAdvantage Ist A schon in der Kneipe, so hat B keinen Nutzen davon
    wenn er ins Kino geht
  • Egoismus: B kann sich auf A's Ego verlassen und weiß dass er in der Kneipe ist

  • Ausgleichszahlung: A bringt B Blumen mit in die Kneipe



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